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Denkmalpflege/ Museum

 

Rittergut Haus Laer
Mustergültig erhalten und restauriert: Rittersitz Haus Laer an der Höfestraße

 

Haus Laer gefällt den Denkmalpflege/ Museumrn

 

Laer. Eine dickes Lob heimste sich die Familie Frielinghaus von der Deutschen BurgenVereinigung ein: Deren Wissenschaftlicher Beirat traf sich am Wochenende auf Haus Laer unter der Leitung seiner Vorsitzenden, Dom-

Baumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner. Dabei waren die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Ungarn und Tschechien überrascht, mitten im Ruhrgebiet einen vollständig erhaltenen Rittersitz in den Gräften einer  Bach-

niederung  vorzufinden, in dessen Vorburg für die Tagungsteilnehmer "geradezu herrschaftliche" Unterkünfte bereitstehen. Gelobt wurde von den Denkmalpflege/ Museumrn, dass auf Privatinitiative und mit großem Einsatz

der Eigentümer im ältesten erhaltenen Profanbau des mittleren Ruhrgebiets eine Atmosphäre geschaffen wurde, die der Mensch in der technischen Welt zur Konzentration und Entspannung benötige.

Ruhr Nachrichten Nr. 259 Dienstag, 7. November 2000

 

Rittergut überstand unbeschadet 1000 Jahre

 

Tag des Denkmals: Haus Laer weit älter als der Kölner Dom
Auf regen Anklang stieß der "Tag des offenen Denkmals". Das Rittergut lockte viele Inte-ressierte zum großangelegten Rundgang in die Historie. Besonderes beeindruckt zeigten sich die zahlreichen Besucher von der Kaisersuite "Wilhelm II." und dem Rittersaal. Die Eigentümer von Haus Laer folgten damit dem Aufruf des Europarates und dem Deut-schen Nationalkomitee für Denkmalschutz, Bewohner und Eigentümer von Baudenkmälern sollten "sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an diesem Tage beteiligen und sich für Interes-sierte öffnen". Haus Laer bot sich mit zwei gut begleiteten Führungen an diesem einmaligen Tag an. 600 Besucher besichtigten so das Rittergut. Die Fundamente von Haus Laer, auf denen das Gebäude auch heute noch steht, stammen aus dem Jahre 940. Haus Laer ist damit 300 Jahre älter als der Kölner Dom.

Es gehört somit zu den ältesten Gebäuden des Landes und ist eins von den nur 120 Rittergütern im Ruhrge-biet. Das Rittergut gewinnt seine baugeschichtliche Bedeutung überregional durch die Erhaltung seiner äußeren ursprünglichen Form. Baulich ist die Wehranlage in Vor- und Hauptburg ge-gliedert. Das mittelalterliche kleinere Burghaus steckt noch heute in der auf Eichenpfählen gegründeten Wasserburg. Haus Laer ist ein Beispiel dafür, dass es seit 1054 Jahren allen Wi-derständen zum Trotz durch Privatinitiative überlebt hat. Es bekommt keine Zuschüsse und hält sich aus eigenen Kräften aufrecht. Umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen während der letzten Zeit ließen wieder verschie-dene historische Säle, Suiten und Salons neu entstehen. Die einzelnen Räumlichkeiten sind thematisch jeweils bestimmten Persönlichkeiten ge-widmet.So bietet jeder Teil des Rittergutes lehrreiche Einblicke in das Geschichtsbild. "Eine Suite ist nach Heinrich dem Löwen, der bis 1180 Landesherr von Haus Laer war, be-nannt", meint dazu der Eigentümer. Das besondere Angebot der Familie Frielinghaus am "Tag des offenen Denkmals" führte über den Burghof in die Kaisersuite, in der die Tafeln mit den "4096 Ahnen Seiner Majestät des deutschen Kaisers und König von Preußen: Wilhelm II." ausgestellt waren. IWeiter ging es über den Wassergraben, der die Hauptburg umgrenzt, zu dem im Park gele-genen historischen Friedhof. Wissenswertes und Anekdotenreiches gab es für die interessier-ten Besucher vom Leben im Denkmal und vom Umgang mit geschichtlich geprägter Umge-bung zu hören.
Die 1½stündige Führung endete im Rittersaal, der heute mit seinen Ritterrüstungen für fest-liche Stunden angemietet werden kann.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung;  23. September 1994

 

 Haus Laer GmbH
Adresse:44803 Bochum - Laer, Höfestraße 45 (Wasserburg Haus Laer)
Telefon: 0234/383044
Fax:0234/385375
HRB:3331-AG Bochum
Geschäftsführer:Volker Frielinghaus
USt-Id. Nr.:DE 124081022

 

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